Warum ich nach Sri Lanka gegangen bin

Newsletter #1 der Sri Lanka Serie

Heute beginne ich eine kleine Serie. Vier Wochen war ich Anfang des Jahres in Sri Lanka, in einer ayurvedischen Kur. Was ich dort erlebt habe, lässt sich nicht in einem Newsletter erzählen. Also bekommst Du die Geschichte in Etappen, jeweils Dienstag und Freitag, bis zu meiner Abreise in die Wudang Berge.

Heute fange ich am Anfang an. Bei der Frage: Warum überhaupt?

Die ehrliche Antwort: Ich war erschöpft. Richtig erschöpft.

Die letzten zwei, drei Jahre habe ich meine zeitlichen und finanziellen Ressourcen fast vollständig in Persönlichkeitsentwicklung und Weiterbildung gesteckt. Mit voller Überzeugung, Spaß und Freude. Aber irgendwann meldet sich der Körper. Und meiner hat sich gemeldet.

Vielleicht kennst Du das. Diesen Moment, in dem Dein Körper Dir etwas sagt, was Dein Kopf noch nicht hören will. Bei mir war es die Hüfte, das Gewicht, die Erschöpfung. Bei Dir vielleicht etwas anderes. Aber das Muster: das kennen viele.

Dazu kam, dass ich deutlich gespürt habe, wie die Menopause mich allmählich verändert. Im Alltag, der sowieso schon fordernd genug ist, wurde das zu einer echten Belastung. Und das, was mich am meisten beschäftigt hat: Ich habe spürbar viel Gewicht zugenommen.

Der Rat meiner Gynäkologin war dann so erhellend wie folgt: entweder „naturidentische“ Hormone, also künstliche, oder: „Machen Sie halt eine Diät.“

Ich sage mal so: Beide Optionen haben mich nicht gerade vom Hocker gerissen.

Ich wollte meinem Körper vertrauen.

Ihn bei dieser Umstellung unterstützen, anstatt noch weiter von außen einzugreifen. Dazu kamen Beschwerden an der Hüfte, die mich schon eine Weile begleiteten.

Also: Ayurveda.

Ayurveda ist das traditionelle Gesundheitssystem Indiens, rund 3.000 Jahre alt, und bedeutet wörtlich „Wissen vom Leben“.

Der Kern: Krankheit entsteht, wenn Körper, Geist und Umgebung aus dem Gleichgewicht geraten.

Eine Kur arbeitet nicht gegen Symptome, sondern bringt das System zurück in seinen natürlichen Rhythmus. Das passte genau zu dem, was mein Körper mir signalisierte.

Aber da war noch etwas anderes.

Etwas unabsehbares, unplanbares als ich den Koffer gepackt habe: Diese Reise würde mehr sein als eine Auszeit für den Körper.

Denn sie war von Anfang an als etwas Besonderes geplant. Ich arbeite seit Jahren mit Tarot, wozu auch das Konzept der Wachstumskarte gehört, die einen für ein Jahr begleitet. Meine Wachstumskarte für 2025/26 war die Tarotkarte XIII Tod. Ein Jahr lang habe ich mich intensiv mit ihr auseinandergesetzt. Mit dem, was sie wirklich bedeutet: das natürliche Ende von etwas, das seine Lebensspanne erreicht hat. Nicht gewaltsam, nicht tragisch, sondern abgeschlossen. Vollendet. Und genau deshalb darf es gehen.

Das bewusste Loslassen von dem, was nicht mehr zeitgemäß ist, auch wenn es mir früher gut gedient hat. Alles, was seinen Platz hatte, gewürdigt wird, und dann gehen darf. Um Raum zu schaffen. Um Nährboden zu bilden für das, was jetzt kommen will.

Und dann wurde ich 50.

Die Kur war mein Geschenk an mich selbst. Bewusst so geplant, dass ich diesen Geburtstag als feierlichen Wendepunkt begehen kann. Ein Abschied und ein Empfang zugleich.

Denn während ich XIII Tod verabschiedet habe, habe ich gleichzeitig meine neue Wachstumskarte für 2026/27 willkommen geheißen: XIV Kunst. Die Karte der Integration. Des Webens von Neuem und Altem zu etwas, das noch nie so dagewesen ist.

Ein feierliches Abschließen. Ein Aufatmen. Ein Ankommen in einem neuen Kapitel.

Was mich dort erwartet hat

Intellektuell war ich vorbereitet. Ich hatte mich eingelesen, wusste wie eine Panchakarma-Kur abläuft, hatte eine Vorstellung vom Tagesablauf. Nur: Vorbereitet sein und etwas tatsächlich durchleben sind zwei grundverschiedene Dinge.

Was es tatsächlich wurde: die intensivste körperliche Arbeit, die ich seit Jahren geleistet habe. Der Körper erinnert sich an Dinge, die der Kopf längst vergessen hat. Und er lässt sie los, wenn man ihm den Raum dafür gibt.

Was ich seither weiß: wenn wir den Kontakt zu uns selbst verlieren, beginnt es mit einer einfachen Sache. Wir spüren unseren Körper nicht mehr, unsere Füße nicht mehr, wenn wir uns verlieren. Die Wirbelsäule nicht. Den Boden nicht.

Wer geerdet ist, kommt nicht so leicht ins Wanken. Genau das ist das erste Werkzeug in der Klang-Meditation ‚Entfache Deinen Funken‘, die Du als Willkommens Geschenk bekommen hast - eine Mikro-Praxis, 30 Sekunden, jederzeit anwendbar.

Davon erzähle ich Dir in den nächsten Wochen.

Lass Deinen Funken leuchten ✨

Anja

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Der Körper arbeitet